Widerstand und Change Management

In Change Management-Projekten, die ja Veränderung als Ziel haben, ist Widerstand sehr wahrscheinlich. Deshalb ist es wichtig, die verschlüsselte Botschaft des Widerstands zu erkennen. Eine Nichtbeachtung von Widerstand führt zu Blockaden, da die Menschen, die Widerstand leisten, ein Anliegen haben, das sie beachtet wissen wollen. Es ist deshalb auch nicht sinnvoll, Widerstand mit Widerstand zu begegnen. Das kann nicht im Sinne der Change Management-Ziele sein, da für die beabsichtigte Veränderung möglichst alle Umsetzungsenergien freigesetzt werden sollen.

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Widerstand gegen Veränderungen – was ist das?

Widerstand ist eine Bezeichnung für das Verhalten anderer, die nicht bereit zu sein scheinen, Einflussnahme oder Unterstützung zu akzeptieren. Von Widerstand wird dabei meistens von denen gesprochen, die sich selbst als Befürworter der Veränderung sehen. Diejenigen, die als Widerstand Leistende betrachtet werden, empfinden sich selbst meistens nicht so. Die Brisanz dabei ist das als Widerstand bezeichnete Verhalten der Betroffenen – sie liegt in der Wahrnehmung und Ungeduld der Entscheider, Change Leader und Change-Manager.

Ursachen und Symptome für Widerstand

Ursachen für Widerstand

Die Betroffenen haben die Ziele, die Hintergründe oder die Motive einer Maßnahme entweder

  • nicht verstanden oder
  • verstanden, aber sie glauben nicht, was man ihnen sagt oder
  • sie haben verstanden und sie glauben auch, was gesagt wird, aber sie wollen oder können nicht mitgehen, weil sie sich von den vorgesehenen Maßnahmen keine positiven Konsequenzen versprechen.

Symptome für Widerstand

Die Symptome für Widerstand lassen sich in vier Gruppen einteilen – aktiver/ angreifender verbaler Widerstand, aktiver/ angreifender  non-verbaler Widerstand, passiver/ zurückweichender verbaler, passiver/ zurückweichender non-verbaler Widerstand.

  • Aktiver, verbaler Widerstand äußert sich durch Widerspruch, an Gegenargumenten, Vorwürfen, Drohungen, an Polemik oder sturem Formalismus
  • Aktiver, non-verbaler Widerstand erkennt man an Aufregung, Unruhe, Streit, Intrigen, Gerüchten, Cliquenbildung
  • Passiver, verbaler Widerstand wird durch Ausweichen, Schweigen, Bagatellisieren, Blödeln, ins Lächerliche ziehen, Eröffnen unwichtiger Nebenschauplätze praktiziert
  • Passiver, non-verbaler Widerstand ist gekennzeichnet durch Lustlosigkeit, Unaufmerksamkeit, Müdigkeit, Fernbleiben, innere Emigration, Krankheit.

Umgang mit Widerstand und Reaktionen

Umgang mit Widerstand

Dem Widerstand sollte Wertschätzung entgegengebracht werden, denn er will eine Botschaft übermitteln, die für den Veränderungserfolg sehr wichtig sein wird. Dies sollte durch Zeigen aufrichtigen Interesses und das Stellen offener Fragen signalisiert werden, wie zum Beispiel: Was ist für Sie besonders wichtig? Welche Alternativen sehen Sie?

Typische Reaktionen und ihre Folgen

Es wird auf klaren Vorgaben durch das Top-Management gewartet, doch sie kommen nicht. Dadurch kann das Top-Management als strategisch schwach erlebt werden: Die da oben wissen auch nicht, wo es langgehen soll.

Beginnt das Management, Veränderungen mit „alten“ Methoden der Anweisung und Härte durchzuziehen, kann es das Commitment der Mitarbeiter verlieren. Die Mitarbeiter fühlen sich von ihren Führungskräften verraten.

Auch Ignoranz von Kritik führt zu apathischem Verhalten. Die Drohung von Sanktionen erzeugt Angst. Angst zehrt einen großen Teil der erforderlichen Umsetzungsenergien auf. Letztlich verlieren alle Beteiligten – das Unternehmen und die Mitarbeiter.


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